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Arbeitgeber und Unternehmer

Als Arbeitgeber und Unternehmer werden Sie auch folgende Themen interessieren:

Verpflichtung zu Komfort und Sicherheit

Die laufenden Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen, sowie die Lohnsteuerbescheinigungsdaten der einzelnen Arbeitnehmer müssen grundsätzlich elektronisch an die Steuerverwaltung übermittelt werden. Die hergebrachte Papierform ist nur noch in wenigen Ausnahmefällen zulässig. Rechtsgrundlagen hierfür sind die §§ 41a Abs. 1 und 41b Abs. 1 und 2 Einkommensteuergesetz bzw. § 18 Umsatzsteuergesetz.

Die Steuerverwaltung trägt damit der Tatsache Rechnung, dass heute fast alle Unternehmen über EDV-gestützte Buchhaltungssysteme verfügen.

Die Lohnsteuer-Anmeldung und die Umsatzsteuer-Voranmeldung müssen binnen einer Frist von 10 Tagen nach Ablauf des Anmeldungs- bzw. Voranmeldungszeitraums beim Finanzamt eingehen. Eine „Verlängerung“ durch eine Schonfrist gibt es nicht. Wird die Frist nicht eingehalten, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen.

Durch die elektronische Kommunikation mit der Steuerverwaltung können im Unternehmen vorhandene elektronische Daten ohne fehleranfällige Übertragung auf ein Papierformular für die Steuererklärung genutzt werden.
Auch der Aufwand und die Risiken einer Übermittlung per Post oder Kurier gehören der Vergangenheit an. Arbeitgeber und Unternehmer können so die Abgabefrist voll ausnutzen.

Die elektronische Kommunikation bedeutet damit wesentliche Kosten- und Zeitvorteile für Bürger und Verwaltung.


Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen

Für die elektronische Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen und der Lohnsteuer-Anmeldungen gibt es die folgenden beiden alternativen Möglichkeiten:

  • Das amtliche Steuererklärungsprogramm ElsterFormular
    bzw. eine andere (kommerzielle) Steuersoftware, in die das Datenübertragungsmodul ELSTER integriert ist.

    Die Datenerfassung erfolgt dabei zunächst offline über das auf Ihrem PC installierte Programm. Erst zur Versendung der Daten wird der Internetzugang benötigt.
  • Das Internet-Portal ElsterOnline.
    Hierzu benötigen Sie lediglich eine handelsübliche Internet-Browsersoftware, die Installation eines speziellen Programms auf Ihrem PC ist nicht erforderlich. Die Dateneingabe erfolgt online über ein Internetseiten-Formular.

Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite
- Was ist ELSTER genau


Lohnsteuerbescheinigung

Die gesetzlich vorgeschriebene elektronische Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigungsdaten der Arbeitnehmer erfolgt meist durch kommerzielle Lohnbuchhaltungsprogramme, in die heute das von der Steuerverwaltung entwickelte Softwaremodul ElsterLohn integriert ist.

Daneben können Arbeitgeber diese Daten auch mit Hilfe des amtlichen Steuererklärungsprogramms ElsterFormular oder über das ElsterOnline-Portal übermitteln.

Die Lohnsteuerbescheinigungsdaten müssen der Steuerverwaltung bis zum 28. Februar des Folgejahres vorliegen.

Vom Arbeitgeber erhält der Arbeitnehmer einen nach amtlich vorgeschriebenem Muster gefertigten Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Eine elektronische Bereitstellung ist ebenfalls möglich. Über die Steueridentifikationsnummer der Arbeitnehmer werden die Lohnsteuerbescheinigungsdaten in die Einkommensteuerveranlagungen der Arbeitnehmer übernommen.

Ausnahmen von der Verpflichtung zur Übermittlung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung gibt es nur in bestimmten Fällen der geringfügigen Beschäftigung – Minijob - (vgl. § 41b Abs. 3 EStG). 


Komfort und Sicherheit auch bei der Steuerzahlung

Die angemeldeten Steuerbeträge sind sofort zur Zahlung fällig. Es gilt nur eine kurze Zahlungsschonfrist von 3 Tagen.

Bei Scheckzahlungen gilt erst der dritte Tag nach dem Tag des Eingangs beim Finanzamt als Einzahlungstag. Erst zu diesem Zeitpunkt gilt die Zahlung als wirksam geleistet. Fällt zudem das Ende dieser Drei-Tages-Regelung auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Sonnabend, so endet gemäß § 108 Abs. 3 AO diese Frist erst mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktags.

Geht der geschuldete Betrag zu spät beim Finanzamt ein, entsteht kraft Gesetzes für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag in Höhe von 1% des geschuldeten Steuerbetrages.

Adäquaten Komfort und Sicherheit auch bei der Steuerzahlung erreichen Arbeitgeber und Unternehmer durch Nutzung des bewährten Lastschrifteinzugsverfahrens.

Der automatische Bankeinzug per Lastschriftverfahren garantiert den rechtzeitigen Eingang ihrer Steuerzahlung und schützt sie damit zuverlässig vor der Entstehung von Säumniszuschlägen.

Alles Wissenswerte zum Lastschrifteinzugsverfahren finden Sie im Bereich Steuererklärungsformulare.

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